Wir bieten Ihnen an die einfachste Art Liepāja zu erkunden und die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen zu lernen. Wenn Sie diese Karte als Notenblatt nutzen, verläuft Ihr Stadtrundgang wie nach Noten. Den Stadtrundgang können Sie am Informationsbüro für Tourismus in Liepājas Region anfangen, aber genauso gut klappt es von jedem anderen Ort aus, wo Sie nur auf der Straße die Noten sehen. Warum Noten? Weil Liepāja die lettische Hauptstadt der Musik, besonders der Rockmusik, genannt wird.
Das Herz der Stadt - der Rosenplatz (Rožu laukums).Seit dem 18. Jahrhundert befand sich hier der Neue Markt. 1910 beschlossen die Stadtherren den Platz in eine Grünanlage umzuwandeln. Zwischen 1911 und 1913 wurde hier ein öffentlicher Garten angelegt, etwa 500 Rosenstöcke wurden gepflanzt. Im Jahre 2000 wurde der Platz neu gestaltet, auf der Einfassung des Rosenbeetes wurden Gedenktafeln der Partnerstädte von Liepāja angebracht. Rund um den Rosenplatz befinden sich mehrere bemerkenswerte Gebäude. Das Gebäude mit zwei Türmchen ist die ehemalige Metzgerei. Das prächtige Haus, das ehemalige Hotel de Rome, das im 19.Jh. nach dem Projekt des in Liepāja bekanntesten Architekten Max Paul Bertschi erbaut wurde, ist heute das Business- und Geschäftszentrum „De Rome". Den Grundstein für das 1934 erbauten Haus der lettischen Gemeinde hat der damalige Staatspräsident Kārlis Ulmanis gelegt. Der Platz, der direkt neben dem Haus der lettischen Gemeinde ist, war von großer Bedeutung in der Sowjetzeit, da damals hier das Lenindenkmal der Stadt stand.
Neben Lettlands 1. Rockcafe finden Sie die Ruhmes-Allee der Musiker Lettlands. Hier gibt es 35 Bronzeplatten mit Handabdrücken von Musikern, 10 Platten für jetzige und ehemalige Musikbands und 5 für die Musiker, die nicht mehr unter uns sind. Vor dem Rockcafe wartet die größte Gitarre Lettlands auf seinen Spieler. Auf der anderen Seite der Kungu Straße steht das höchste Gebäude in der Zivju Straße - die Stadtbibliothek, ein ehemaliges Mädchengymnasium.
Das ehemalige Gasthaus der Madame Hoijer, das im Volksmund Peters Häuschen genannt wird, ist eins der ältesten erhalten gebliebenen Wohnhäuser des 17.Jh. in Liepāja. In diesem Haus wurde 1697 der hohe Gast - der russische Zar Peter I -empfangen.
Der Kuršu-Platz(Kuršu laukums). Seit dem 16.Jh. diente der Platz als Markt, später wurde die St.Anna Kirche gebaut. Daneben war noch bis 1784 ein Friedhof. Um den Platz herum standen einstöckige Wohnhäuser mit Ziergärten, Herbergen und Gasthäuser. Bis zum Anfang des 20.Jh. gab es den Hauptmarktplatz. 1910 wurde der andere Markt - Pētertirgus - mit der Markthalle errichtet. Die St. Anna Kirche ist die älteste Kirche der Stadt, bereits 1508 schriftlich erwähnt, an der heutigen Stelle 1587 eingeweiht. Vor der Kirche fand 1792 auf dem Marktplatz die letzte öffentliche Hinrichtung statt. Der letzte Umbau der Kirche erfolgte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Überraschend plastisch und monumental ist der aus dem Jahre 1697 stammende Altar, eine Arbeit des Holzbildhauers N.Söffrens. Diese barockale Komposition hat eine Gesamthöhe von 9,7 Metern und eine Breite von 5,8 Metern. Die Orgel ist die drittgrößte in Lettland.
Links sehen Sie das ehemalige Gerichtshaus Kurlands, das jetzige Rathaus. Gegenüber befindet sich die katholische St.Joseph Katedrale. Als Ergebnis der vielen Umbauten im 19. Jahrhundert hat die kleine Kirche das heutige Aussehen und das heutige Ausmaß erhalten. Vom alten Bau zeugt der Seitenaltar links, der einst der zentrale Altar war. Darüber hängt ein Schiffsmodell, das für die Küstenkirchen charakteristisch war. Die Kapitäne haben zum Dank an Gott vor der Fahrt oder nach einer erfolgreichen Fahrt in der Kirche Schiffsmodelle aufgehängt.
Hier bieten wir Ihnen zur Auswahl zwei Routen, wie Sie den Spaziergang „Wie nach Noten" fortsetzen können. Sie können weiter die Tirgoņu Straße entlang gehen und weiter die Route auf Graudu iela bis zum nächsten Haltepunkt SOL fortsetzen. In der Graudu Straße sind die schönsten Beispiele Jugendstils Liepājas zu sehen.
Die zweite Möglichkeit ist, den „Grünen Noten" an der St.Joseph Kathedrale zu folgen, die Sie bis zum Strandpark führt. Im Parkgebiet gibt es wunderbare Holzarchitektur zu besichtigen, die noch von der 19./20. Jahrhundertwende, als Liepāja ein bekannter Kurort war, erhalten geblieben ist. In Kūrmājas prospekts, am Haltepunkt PAUSE, treffen sich beide Routen wieder.
Die Tirgoņu Straße. Das Entstehen dieser Straße widerspiegelt eine gute musikalische Tradition der 80er Jahre. Die beim jährlichen Festival „Wir für Liepāja" gesammelten Geldmittel wurden immer für ein bedeutendes städtisches Projekt gespendet. Die Tirgoņu Straße, in der früher die Fußgänger, die Autos und die Straßenbahn friedlich zusammen leben mussten, wurde durch die Mittel des ersten Festivals zu der ersten Fußgängerstraße Liepājas.
Die Graudu Straße ist stolz auf ihr altes Pflaster, den historischen Namen und auf ihre Anfang des 20.Jh.erbauten Gebäude mit den Zügen von Romantik, Eklektizismus und Jugendstil. Am Anfang der Graudu Straße sind 2 auffällige Gebäude, die aus der Sowjetzeit geblieben sind - die jetzige Pädagogische Akademie Liepāja, das als Funktionsgebäude für die Regionalverwaltung in der Stalin-Zeit gebaut wurde und das Gebäude in der Graudu Str.50, das das Zuhause der Komitees der kommunistischen Partei war.
Kūrmājas Prospekts. Besichtigen Sie die in der Jahrhundertwende 19./20 Jh. gebauten Adelshäuser und stellen Sie sich vor, wie die Liepājaer Straßenbahn die Gäste einst zur Badeanstalt gefahren hat. Das prächtige Jugendstilgebäude links ist das 1.Gymnasium Liepājas, daneben die ehemalige Navigationsschule Liepājas, aber auf der anderen Straßenseite - das ehemalige Russland - Ostasien Seefahrtsgebäude, jetziges Kreisgericht Kurzeme. Am Ende des 19.Jh./Anfang 20.Jh. sind viele Tausende Menschen von Russland auf ihrem Weg auf der Suche des Glücks nach Amerika aufgebrochen. Liepāja wurde zum wichtigsten Ausgangspunkt der Emigranten. 1906 wurde eine Direktverbindung mit einem Dampfer Liepāja - New York eröffnet. Jährlich sind etwa 40.000 Menschen durch den Hafen Liepājas emigriert. Auf Kūrmājas prospekts finden Sie auch das Museum Liepājas. Gehen Sie herein und Sie werden viel Überraschendes und Interessantes finden! Eintritt - frei!
Das Hafenufer war in der Sowjetzeit ein Sperrgebiet für die Großzahl der Stadtbürger. DiePromenade bietet den Blick auf die Hafenanlagen mit Fischerbooten und Yachten und einem Springbrunnen, der an eine Seewelle erinnert, die vom Ufer in den Kanal rollt. Die Bernsteinuhr auf der Promenade zeigt, wie gut die Zeit in Liepāja vergeht. Der Handelskanal (Tirdzniecības kanāls) Der Hafen Liepāja war schon im 14.Jh. bekannt. Ein moderner für Seeschiffe geeigneter Hafen ist er seit dem Ende des 17.Jh., dann wurde auch der Handelskanal ausgegraben. Als Frachtexport- und Importhafen arbeitet der Hafen seit dem Ende des 19.Jh. In der Sowjetzeit war der Handelshafen geschlossen.
Auf der anderen Seite der Lielā Straße sehen Sie ein prächtiges Haus. Es ist das Erholungshaus „Libava", im Volksmund „Der schwarze Ball" genannt. Es war früher ein Zollhaus und, falls es für die Fischerei ungünstiges Wetter gab, wurde auf dem Mastbaum neben dem Haus ein schwarzer Ball hochgezogen. Bei Ihrem Gang durch die Lielā Straße, schauen Sie in die kleine romantische Jāņa Straße hinein. Es ist eine der ältesten Straßen Liepājas mit den historischen Lagergebäuden aus Holz. Im Sommer kann man hier ab und zu die Künstler treffen, die hier die in Liepāja geschaffenen Bilder ausstellen.
Und zuletzt führen die Noten Sie zu dem bedeutendsten Gotteshaus Liepājas, zur Hl.Dreifaltigkeitskathedrale. Die Kathedrale wurde zwischen 1742 und 1758 für die deutsche Gemeinde der Stadt erbaut. Besonders beeindruckend ist die Orgel, die die größte mechanische Orgel der Welt ist. Die Orgel hat 131 Register, vier Manuale und mehr als 7000 Orgelpfeifen. Es finden in der Kirche regelmäßig Orgelkonzerte statt. Die Innenausstattung ist reich an Ornamenten. Vom Kirchenturm eröffnet sich ein wunderschönes Panorama der Stadt.
Gleich daneben sehen Sie Lettlands größtes Schlagzeug - eins der Designobjekte der Stadt Liepāja, das der Musikhauptstadt Lettlands gewidmet ist. Die Peldu Straßeführt Sie zur Openair-Konzertbühne"Pūt vējiņi", wo viele Konzerte und Festivals stattgefunden haben. Das berühmteste davon ist „Liepājas Dzintars" („Bernstein von Liepāja"), das das älteste Rockfestival in der damaligen UdSSR war. Zum ersten Mal fand es schon 1968 statt.
Strandpark (Jūrmalas parks)ist eine der Perlen Liepājas. Er ist schon am Ende des 19. Jahrhunderts nach der Idee des damaligen Bürgermeisters Kārlis Ūlihs eingerichtet worden. Der 3 km lange und 70 ha große Park gehört zu den größten Parks Lettlands. Von hier aus führt der Weg zum Meer. Der Badestrand Liepājas hat den feinsten und weißesten Sand. Und vielleicht haben Sie Glück und nach einem stärkeren Wind finden Sie einen Stück Bernstein....
Die Einrichtung des Schwanenteiches war ebenso, wie die Einrichtung des Strandparks, die Idee des damaligen Bürgermeisters Kārlis Ūlihs. Links vom Schwanenteich liegt die im Jahr 1902 nach dem Projekt von Max Paul Bertschy erbaute Badeanstalt. Am Anfang des 19.Jahrhunderts wurde Liepāja ein Kurort. Die Badanstalt funktionierte bis zum 1978.
Links sehen Sie das Denkmal der ums Leben gekommenen Seemänner und Fischer, das eine Frau darstellt, die ins Meer schaut und ihren Sohn, Vater, Mann, Verlobten... zurück erwartet. Vom Strandpark zurück zur Stadtmitte führt eine breite Straße mit prächtigen Häusern - Kūrmājas prospekts. Einst war das die Hauptstraße zum Strand mit einer Straßenbahn, die die feinen Gäste zur Badeanstalt gefahren hat. Besichtigen Sie die in der Jahrhundertwende 19./20 Jh. gebauten Adelshäuser. Entlang dem Kūrmājas Prospekt sind die Gestalter der Hymne der Stadt Liepāja zu beobachten.